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Übersicht » Tourismus » Stadtrundgang » Rhöndorf


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G 03 Ehemaliges Deutsch-französisches Jugendwerk

Im ehemaligen Parkhotel Drachenfels residierte bis Ende 2000 das von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle 1963 gegründete Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW). Das Gründungsabkommen schreibt fest: »Das Jugendwerk hat die Aufgabe, die Bande zwischen der Jugend der beiden Länder enger zu gestalten und ihr Verständnis füreinander zu vertiefen; es hat hierzu die Jugendbegegnung und den Jugendaustausch anzuregen, zu fördern und gegebenenfalls selbst durchzuführen.« Der Standort Rhöndorf war symbolträchtig für die Überwindung der »Erbfeindschaft« zwischen den beiden Nationen, da bei persönlichen Begegnungen Adenauers mit de Gaulle im Adenauerhaus im Mai 1961 und September 1962 die entscheidenden Voraussetzungen für den Elysée-Vertrag von 1963 über die deutsch-französische Freundschaft geschaffen wurden. Das DFJW hat heute seinen Sitz in Berlin und Paris. Nach seinem Vorbild entstand 1991 das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW).

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G 04 Domkapitelhof

Der Name erinnert an das Kölner Domkapitel als bedeutenden Grundstücksbesitzer in Rhöndorf. Seine Erwerbungen dienten zunächst der Steingewinnung für den 1248 begonnenen Bau des Kölner Doms. Nach Einstellung des Dombaus und Stilllegung seiner Steinbrüche im 16. Jahrhundert wurden die Hänge als Weinberge rekultiviert. Der Hof diente ihrer Bewirtschaftung. Die älteste Datierung ? 1601 ? findet sich über einem Kellereingang. Nach Zerstörung durch französische Truppen im Mai 1689 wurde der Hof bald wieder aufgebaut. Für 1753 ist ein Pachtvertrag überliefert, wonach der Wein und sein Verkaufserlös der Dombauhütte zustanden. In der Zeit französischer Verwaltung nach 1800 wurde kirchlicher Besitz säkularisiert. Der Appellationsgerichtsrat Jacob Dahm aus Köln erwarb 1824 das Weingut. Es blieb bis nach 1900 in diesem Familienbesitz. Im März 2007 eröffneten Angela und Rudi Gilbert hier ihr Restaurant »Gilberts im Domkapitelhof«.

Öffnungszeiten:
Montag - Ruhetag
Dienstag- Freitag 12.00 - 14.30 Uhr und 18.00 - 23.00 Uhr
Samstag 18.00 - 23.00 Uhr
Sonntag 12.00 - 22.30 Uhr durchgehend

Straße: Rhöndorfer Straße 36
Tel.: +49 (0) 22 24 / 9 88 19 44

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G 05 Gemeinschaftsgrundschule Rhöndorf

Bereits im Jahre 1856 konnte an der Stelle des heutigen Schulhofs mit dem Bau der ersten Rhöndorfer Volksschule begonnen werden. Am 1. Mai 1857 nahm diese einklassige Schule ihren Unterricht mit 124 Schülerinnen und Schülern, die ein einziger Lehrer unterrichtete, auf. Schnell war diese Schule für Rhöndorf zu klein. Bereits 1882 begann der Schulneubau, so wie er sich heute noch darstellt, in Form eines zweigeschossigen Backsteinbaus. Zwei Klassen mit zwei Lehrerwohnungen konnten nach der Einweihung im April 1884 genutzt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Schule am 11. September 1945 den Unterricht wieder auf. Die jüngsten Kinder Konrad Adenauers, Libet und Georg, besuchten diese Schule. ? Durch Schulreformen wurde aus der ehemaligen Volksschule Rhöndorf am 1. August 1968 eine Katholische Grundschule. Zum Erhalt ihrer ?Rhöndorfer Schule? beschlossen die Eltern bei sinkender Schülerzahl 1973 die Umwandlung in eine Gemeinschaftsgrundschule. Die Schülerzahl sank weiter, so daß sie ihre Selbstständigkeit verlor und dann zum Schuljahrsende 1975/76 zur Außenstelle der Löwenburgschule wurde. Durch steigende Schülerzahlen und das große Engagement der Rhöndorfer Eltern konnte die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Rhöndorf zum Schuljahrsbeginn 1997/98 ihre Selbstständigkeit wiedererlangen. Dafür wurde das im Jahre 1993 unter Denkmalschutz gestellte Gebäude im Kern saniert und modernisiert.

Straße: Karl Broel-Str. 2
Tel.: 0 22 24 / 9 60 29-0

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G 08 Marienkapelle, „Zur alten Kapelle“ und ehem. „Hotel Wolkenburg“

Marienkapelle
Nachdem eine Kapelle in Rhöndorf 1689 von französischen Truppen zerstört worden war, wurde die jetzige Kapelle ab 1714 im Barockstil neu erbaut und 1716 unter dem Titel »Mariae Heimsuchung« geweiht. Links vom Portal das Wappen des Grafen von Nesselrode-Reichenstein (Probst in Oberpleis), der das Grundstück stiftete. An der Ostseite ein Wegekreuz aus dem Jahr 1728, Turmuhr aus dem Jahr 1761. Hinter der Rückseite ein Gedenkstein für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Im Inneren ein Barockaltar mit der holzgeschnitzten Marienstatue im Strahlen-kranz und dem Ehewappen des Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg (»Jan Wellem«) und seiner zweiten Frau, Anna Maria Lovisa von Medici.

„Zur alten Kapelle“ und ehem. „Hotel Wolkenburg“
„In der Umgebung der Kapelle haben sich einige Fachwerkbauten erhalten, die das Straßenbild prägen: der Gasthof Zur alten Kapelle (um 1700), daneben das ehemalige Hotel Wolkenburg von 1714 und schräg gegenüber, in die Flucht vorspringend, das ehemalige Weingut des Kölner Domkapitels, das nach dem großen Brand bereits im Jahre 1690 wiederaufgebaut wurde.“ (Karl Günter Werber, Honnefer Spaziergänge, Bad Honnef 2001)

„Zur alten Kapelle“: Nach 1689 erbauter Fachwerkhof; Bauherren wohl auch die Stifter der Marienkapelle. 1878 wurde hier die erste Rhöndorfer Postagentur eingerichtet. Seit 1981 im Besitz des Kaufmanns Friedhelm Pullen.

Ehem. „Hotel Wolkenburg“: Baujahr 1714; benannt nach dem 324 m hohen Berg im Siebengebirge. Als Hotel, Pension und Weinrestaurant ab 1742 im Besitz der Familie Broel. Hier wurde am 5. Dezember 1947 die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gegründet.

Straße: Rhöndorfer Straße

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G 09 Haus im Turm / Ehem. Bildungshaus St. Hedwig / Mütterkurheim

Ältestes Profangebäude in Bad Honnef. Im Mittelalter Sitz der Ritterfamilie von Rhöndorf und der Richter des Amtes Löwenburg. Ab 1830 vom Kölner Unternehmer Theodor Essingh im klassizistischen Stil umgebaut. Danach im Besitz seines Schwiegersohns Franz Merkens und von dessen Familie (bis 1960 Villa Merkens). 1943-1945 Ersatzquartier des Schweizer Generalkonsuls und Adenauer-Vertrauten Franz-Rudolph von Weiss, der sich bei Kriegsende 1945 tatkräftig für die Schonung der Siebengebirgsorte einsetzte. 1958 ? 2004 Sitz der zentralen Stelle der Erzdiözese Köln für ländliche Bildungsarbeit (Landvolkshochschule Egidius Schneider). Seit 2006 ist Bernd G. Siebdrat Hausbesitzer. Er unterzog die Villa einer Grundsanierung und richtete dort eine Weinhandlung mit Restaurant ein.

Ehem. Bildungshaus St. Hedwig / Mütterkurheim
Auf dem Gelände des seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Weinguts Kemenate wurde im 19. Jahrhundert ein Sanatorium errichtet, 1895 - 1922 von Dr. Eugen Euteneuer als Kur- und Heilanstalt ?Marienbad? geführt (für Kuren nach der Kneipp?schen Methode); danach Müttergenesungshaus der 1922 gegründeten ?Vereinigung für Familienhilfe?. - In der Kapelle von Haus Hedwig fanden nach der schweren Beschädigung der Rhöndorfer Pfarrkirche im März 1945 die Gemeindegottesdienste statt. Das Haus gehörte 1952-2004 mit der Villa Merkens und der Landvolkshochschule zum Katholischen Tagungszentrum Rhöndorf.

Straße: Drachenfelsstraße 4-7

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G 10 Löwenburgstraße: Winzerhöfe und Künstlerhäuser

?Ist es verwunderlich, daß der herrliche Gottesgarten, in dem unsere Stadt sich dehnt, gerade auf Maler seine starke Anziehungskraft nicht verfehlt??
Was August Haag 1954 in seinem Werk »Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf« formulierte, hat bis heute an Bedeutung nicht verloren. Ganz gegenwärtig ist noch das Wirken der Künstlerin Isabella Hannig (1943-2009) und des Künstlers Ernst Günter Hansing (1929-2011).
Für diese Tradition des malerischen Rhöndorf stehen hier besonders markante, für die Dorfgeschichte und das Ortsbild bedeutende Fachwerkgebäude.

Straße: Löwenburgstr.

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G 11 Waldfriedhof

?Wälder, Berge, Hügel und Täler sollen dem Gottesacker als wirkungsvoller Rahmen dienen. Es müssen Pflanzenwuchs, Berghalde und Grabzeichen der Umgebung die Hand reichen und so ein Bild schönster Eigenart schaffen.? (Karl Menser)

Anfang der 1920er Jahre nach Plänen des Bildhauers Karl Menser (1872-1929) an einem ehemaligen Weinberg angelegt. Von Menser stammen die 1930 erbaute Kapelle zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und die Totenleuchte am Eingang (mit der Inschrift ?LUX PERPETUA LUCEAT EIS?). Seit 1948 befindet sich am nordöstlichen Rand das Grab der Familie Adenauer, in dem der erste Bundeskanzler 1967 beigesetzt wurde. Das Grabmal stammt von dem Bildhauer Theodor Georgii. Der Waldfriedhof ist auch die letzte Ruhestätte der Ortspfarrer von Rhöndorf, Albert Contzen und Heinrich Lemmen, des Bundesministers Lauritz Lauritzen, des Bundestagsabgeordneten Georg Kliesing, der Künstlerin Isabella Hannig, des Künstlers Ernst Günter Hansing, des Gründers der Fa. Penaten, Max Riese, und des Akkordeonisten Will Glahé. Der Marienbildstock vor dem Friedhofseingang trägt die Inschrift ?Hl. Jungfrau der Armen rette die Nationen?.

Straße: Löwenburgstraße

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G 12 Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung

1902-1905 erbaut, am 15. Oktober 1905 auf den Titel »Mariae Heimsuchung« geweiht; Turm und Turmzimmer 1928 fertig gestellt. Nach Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs am 21. August 1949 wieder bezogen. 1962-1965 Neugestaltung des Altarraums und der Fassade; 1991 weitere Innenrenovierung. An der nördlichen Turmseite die steinerne Grabplatte mit dem Wappen des letzten Ritters vom Drachenfels (Heinrich, + 3. Mai 1530), gestiftet von Theodor Essingh (Besitzer des Hauses im Turm). Geläute aus vier Glocken, 1942 zur Kriegsrüstung eingeschmolzen, nach 1945 durch neue Stahlglocken ersetzt, die 1956 zum 80. Adenauer-Geburtstag gegen ein neues Geläute umgetauscht wurden. Aus diesem Anlaß wurden auch die vom Kunstmaler Eduard Horst entworfenen neuen Fenster des Chorraums und der Seitenschiffe eingebaut. Das südliche Chorfenster zeigt Adenauers Namenspatron, den heiligen Konrad von Konstanz.

Straße: Frankenweg 127

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G 13 Haus Rheinfrieden

1909 vom Katholischen Lehrerverband Provinz Rheinland erbaut, 1914 als ?Heim für erholungsbedürftige Lehrer und deren Angehörige? eröffnet. Nach 1933 enteignet und dem Nationalsozialistischen Lehrerbund übergeben. Diente im Zweiten Weltkrieg als Soldatenheim und Lazarett, nach 1945 als Krankenhaus unter Leitung der Augustinerinnen von Köln. 1951 an den Katholischen Lehrerverband zurückgegeben. Seit 1952 betreibt die Josefs-Gesellschaft aus Köln das Haus als Bildungs- und Wohnangebot für junge Menschen mit körperlichen Behinderungen. Die Schule firmiert seit 1998 unter ?Nell-Breuning-Berufskolleg?; damit erinnert sie an den bedeutenden Theologen, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Oswald von Nell-Breuning (1890-1991).

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G 14 Villen am Frankenweg

Der Frankenweg wurde parallel zur Rhöndorfer Straße Ende des 19. Jahrhunderts zu einer repräsentativen Villenallee ausgebaut. Namensgebung auf Anregung des Honnefer Historikers August Haag, da sich hier ein Frankenfriedhof befand (Nr. 56-60; bedeutende Funde besonders an Nr. 58).

Nr. 44: 1905 für »Johann Friedrich Oberhoff aus Barmen erbaut durch Ottomar Stein, Baumeister und Architekt, Honnef am Rhein« (Inschrift auf der Sandsteinplakette neben dem Hauseingang).

Nr. 46 (»Haus Damian«): Baujahr 1901; Bauunternehmer war Theodor Wilhelm Düren aus Godesberg, Bauherr der Diözesan- und Dombaumeister Franz Statz aus Köln, selbst Baumeister und Architekt, Sohn des Dombaumeisters Vincenz Statz, seinerzeit bekannter Architekt der Neugotik, der in ganz Deutschland über 170 Kirchen baute.

Nr. 52: Eines der ersten Häuser, 1892 im Fachwerkstil vom Kölner Architekten Georg Eberlein aus Köln für den Tuchhändler Theodor Feuser erbaut; unter dem Giebel die Inschrift: ?BAU RHEINISCHES HAUS AM RHEINESSTRAND, WAHR RHEINISCHE SITTE IM DEUTSCHEN LAND.?

Nr. 54: 1911/12 erbaut, Architekt und Bauherr: der Dekorationsmaler Franz Dullens aus Köln.

Nr. 56-60: ?Schon in den 20er Jahren und früher war man auf alte Gräber gestoßen, die nach ihren Beigaben in die fränkische Zeit gehören. Die zahlreichen Gräber wurden oft achtlos zerstört. Nur einige Funde kamen ins Landesmuseum Bonn. Im August 1936 stieß man nun im Garten meines Hauses (Frankenweg 58) beim Setzen eines Pfahles auf einen Totenschädel, bei dem eine kleine runde Eisenscheibe mit drei aufgenieteten
Bronzeknöpfen gefunden wurde. Diese entpuppte sich bei näherer Untersuchung als eine besondere Kostbarkeit. Sie stellt eine Scheibenfibel (lat. fibula = Gewandspange) dar; auf einer runden Eisenscheibe sitzen 5 große Bronzebuckel, die Einlagen von roten Steinen oder Glas enthalten. Die Funde weisen das Grab in die Zeit um 700 n. Chr.? (August Haag, Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf, Köln 1954).

Straße: Frankenweg

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