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G 00 Geschichtsweg Bad Honnef

Der Geschichtsweg macht die Bürger Bad Honnefs und ihre Gäste auf die historische Bedeutung von markanten Gebäuden, Straßen, Plätzen und landschaftlichen Punkten aufmerksam. Er informiert über die sehenswerten und wissenswerten Besonderheiten der Stadtgeschichte Bad Honnefs und seiner Teile (die z. T. noch, wie im Mittelalter, als ?Honschaften? bezeichnet werden): In fünf Abschnitten wird der Weg von Rhöndorf (Teil I) nach Rommersdorf-Bondorf (Teil II), von dort zur Stadtmitte (Teil III) und über die fast in Vergessenheit geratenen früheren Stadtteile Mülheim und Beuel, auf die heute nur noch Straßennamen hinweisen, nach Selhof (Teil IV), dann hinauf nach Aegidienberg (Teil V) führen. Die Abschnitte werden nach und nach erstellt. Zu jedem Teilabschnitt erscheint ein eigener Faltplan.

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G 00 Ortsteil Rhöndorf

Bekannt ist Rhöndorf vor allem als Wohnsitz von Konrad Adenauer, des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, sowie als einer der nördlichsten Weinorte mit langer Tradition.
U. a. Ziepchensplatz, Löwenburgstraße Ortsteil Rhöndorf entlang des Fonsbaches seit ca. 970. Sehenswerte Fachwerkbauten des 17. und 18. Jhdt. entlang der Löwenburgstraße und rund um den Ziepchensplatz

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G 01 Ziepchensplatz

„Rhöndorf ist berufen, Tradition im Umkreis des Siebengebirges zu wahren und die Natur vor dem überflutenden Verkehr zu schützen° (Adenauer 1954).
Blick auf den Drachenfels (321 m), mit der Ruine der vom Kölner Erzbistum im 12. Jahrhundert erbauten Burg der bekannteste Berg im Siebengebirge, einem der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands; 1836 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. unter amtlichen Schutz gestellt. Sprachgeschichtlich vom mittelhochdeutschen »siefen« (»leicht dahinfließen«, »feuchtes Bachtal«) abgeleitet. ? Im Hang das Ulanendenkmal, 1925 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg Gefallenen des Rheinischen Ulanenregiments Nr. 7 errichtet. ? Der Musikpavillon am nördlichen Rand des Platzes wurde nach Entwürfen des Architekten Fritz August Breuhaus de Groot 1955 errichtet. Den daneben liegenden Lehr-Weinberg legte der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf 2008 an. – Der 1844 errichtete Rhöndorfer Dorfbrunnen wurde von der Bevölkerung zunächst »Drachenfelsquelle« genannt; Namensgebung »Ziepchen« (von »siefen«, s. o.) erst im 20. Jahrhundert. 1949 restauriert. Als Denkmal eingetragen (1983).

Straße: Ziepchensplatz

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G 02 Haus Profittlich

Baujahr 1731. Seit 1892 im Besitz des Bäckermeisters Stephan Profittlich und seiner Nachkommen (Ursprung des Namens: »Pro fide« ? Für den Glauben). 1924 und 1926 Erweiterung der Bäckerei um Konditorei und Café. Dort ist das Modell einer von Peter Profittlich (1894-1963) in den 1950er Jahren geplanten, aber am Widerstand Adenauers gescheiterten Drahtseilbahn von Rhöndorf ins Siebengebirge ausgestellt. Seit 1987 wird hier ein Schrotbrot gebacken, für dessen Rezeptur Adenauer 1915 (er war damals Erster Beigeordneter seiner Heimatstadt Köln) ein Patent erhielt.

Öffnungszeiten:
Di-Sa 6.30-18.30 Uhr, So 11-18.30 Uhr

Straße: Drachenfelsstr. 29-31
Tel.: 0 22 24 / 27 96, 02 22 4 / 26 86

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G 03 Ehemaliges Deutsch-französisches Jugendwerk

Im ehemaligen Parkhotel Drachenfels residierte bis Ende 2000 das von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle 1963 gegründete Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW). Das Gründungsabkommen schreibt fest: »Das Jugendwerk hat die Aufgabe, die Bande zwischen der Jugend der beiden Länder enger zu gestalten und ihr Verständnis füreinander zu vertiefen; es hat hierzu die Jugendbegegnung und den Jugendaustausch anzuregen, zu fördern und gegebenenfalls selbst durchzuführen.« Der Standort Rhöndorf war symbolträchtig für die Überwindung der »Erbfeindschaft« zwischen den beiden Nationen, da bei persönlichen Begegnungen Adenauers mit de Gaulle im Adenauerhaus im Mai 1961 und September 1962 die entscheidenden Voraussetzungen für den Elysée-Vertrag von 1963 über die deutsch-französische Freundschaft geschaffen wurden. Das DFJW hat heute seinen Sitz in Berlin und Paris. Nach seinem Vorbild entstand 1991 das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW).

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G 04 Domkapitelhof

Der Name erinnert an das Kölner Domkapitel als bedeutenden Grundstücksbesitzer in Rhöndorf. Seine Erwerbungen dienten zunächst der Steingewinnung für den 1248 begonnenen Bau des Kölner Doms. Nach Einstellung des Dombaus und Stilllegung seiner Steinbrüche im 16. Jahrhundert wurden die Hänge als Weinberge rekultiviert. Der Hof diente ihrer Bewirtschaftung. Die älteste Datierung ? 1601 ? findet sich über einem Kellereingang. Nach Zerstörung durch französische Truppen im Mai 1689 wurde der Hof bald wieder aufgebaut. Für 1753 ist ein Pachtvertrag überliefert, wonach der Wein und sein Verkaufserlös der Dombauhütte zustanden. In der Zeit französischer Verwaltung nach 1800 wurde kirchlicher Besitz säkularisiert. Der Appellationsgerichtsrat Jacob Dahm aus Köln erwarb 1824 das Weingut. Es blieb bis nach 1900 in diesem Familienbesitz. Im März 2007 eröffneten Angela und Rudi Gilbert hier ihr Restaurant »Gilberts im Domkapitelhof«.

Öffnungszeiten:
Montag - Ruhetag
Dienstag- Freitag 12.00 - 14.30 Uhr und 18.00 - 23.00 Uhr
Samstag 18.00 - 23.00 Uhr
Sonntag 12.00 - 22.30 Uhr durchgehend

Straße: Rhöndorfer Straße 36
Tel.: +49 (0) 22 24 / 9 88 19 44

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G 05 Gemeinschaftsgrundschule Rhöndorf

Bereits im Jahre 1856 konnte an der Stelle des heutigen Schulhofs mit dem Bau der ersten Rhöndorfer Volksschule begonnen werden. Am 1. Mai 1857 nahm diese einklassige Schule ihren Unterricht mit 124 Schülerinnen und Schülern, die ein einziger Lehrer unterrichtete, auf. Schnell war diese Schule für Rhöndorf zu klein. Bereits 1882 begann der Schulneubau, so wie er sich heute noch darstellt, in Form eines zweigeschossigen Backsteinbaus. Zwei Klassen mit zwei Lehrerwohnungen konnten nach der Einweihung im April 1884 genutzt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Schule am 11. September 1945 den Unterricht wieder auf. Die jüngsten Kinder Konrad Adenauers, Libet und Georg, besuchten diese Schule. ? Durch Schulreformen wurde aus der ehemaligen Volksschule Rhöndorf am 1. August 1968 eine Katholische Grundschule. Zum Erhalt ihrer ?Rhöndorfer Schule? beschlossen die Eltern bei sinkender Schülerzahl 1973 die Umwandlung in eine Gemeinschaftsgrundschule. Die Schülerzahl sank weiter, so daß sie ihre Selbstständigkeit verlor und dann zum Schuljahrsende 1975/76 zur Außenstelle der Löwenburgschule wurde. Durch steigende Schülerzahlen und das große Engagement der Rhöndorfer Eltern konnte die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Rhöndorf zum Schuljahrsbeginn 1997/98 ihre Selbstständigkeit wiedererlangen. Dafür wurde das im Jahre 1993 unter Denkmalschutz gestellte Gebäude im Kern saniert und modernisiert.

Straße: Karl Broel-Str. 2
Tel.: 0 22 24 / 9 60 29-0

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G 07 Villa Riese

1929/30 erbaut für Friedrich Borgelt, den Gründer der ersten privaten Krankenversicherung. Seit Mitte der 1930er Jahre Wohnsitz der Familie Riese. Max Riese (1868–1943), Drogist aus Düsseldorf, produzierte seine 1904 patentierte „Penatencreme“ von 1908 an im damals angrenzenden Produktionsgelände. Nach Kriegszerstörung bauten Max Rieses Söhne Alfred und Max die Fabrik wieder auf und erweiterten die Produktpalette. Die amerikanische Firma Johnson & Johnson übernahm 1986 die Firma und schloss 2000 die Fabrik. Seit 2007 hat hier der Bildhauer Dirk Wilhelm Wohnung und Atelier.

Öffnungszeiten:
Nur nach Vereinbarung

Straße: Rhöndorfer Str. 66

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G 08 Marienkapelle, „Zur alten Kapelle“ und ehem. „Hotel Wolkenburg“

Marienkapelle
Nachdem eine Kapelle in Rhöndorf 1689 von französischen Truppen zerstört worden war, wurde die jetzige Kapelle ab 1714 im Barockstil neu erbaut und 1716 unter dem Titel »Mariae Heimsuchung« geweiht. Links vom Portal das Wappen des Grafen von Nesselrode-Reichenstein (Probst in Oberpleis), der das Grundstück stiftete. An der Ostseite ein Wegekreuz aus dem Jahr 1728, Turmuhr aus dem Jahr 1761. Hinter der Rückseite ein Gedenkstein für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Im Inneren ein Barockaltar mit der holzgeschnitzten Marienstatue im Strahlen-kranz und dem Ehewappen des Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg (»Jan Wellem«) und seiner zweiten Frau, Anna Maria Lovisa von Medici.

„Zur alten Kapelle“ und ehem. „Hotel Wolkenburg“
„In der Umgebung der Kapelle haben sich einige Fachwerkbauten erhalten, die das Straßenbild prägen: der Gasthof Zur alten Kapelle (um 1700), daneben das ehemalige Hotel Wolkenburg von 1714 und schräg gegenüber, in die Flucht vorspringend, das ehemalige Weingut des Kölner Domkapitels, das nach dem großen Brand bereits im Jahre 1690 wiederaufgebaut wurde.“ (Karl Günter Werber, Honnefer Spaziergänge, Bad Honnef 2001)

„Zur alten Kapelle“: Nach 1689 erbauter Fachwerkhof; Bauherren wohl auch die Stifter der Marienkapelle. 1878 wurde hier die erste Rhöndorfer Postagentur eingerichtet. Seit 1981 im Besitz des Kaufmanns Friedhelm Pullen.

Ehem. „Hotel Wolkenburg“: Baujahr 1714; benannt nach dem 324 m hohen Berg im Siebengebirge. Als Hotel, Pension und Weinrestaurant ab 1742 im Besitz der Familie Broel. Hier wurde am 5. Dezember 1947 die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gegründet.

Straße: Rhöndorfer Straße

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G 09 Haus im Turm / Ehem. Bildungshaus St. Hedwig / Mütterkurheim

Ältestes Profangebäude in Bad Honnef. Im Mittelalter Sitz der Ritterfamilie von Rhöndorf und der Richter des Amtes Löwenburg. Ab 1830 vom Kölner Unternehmer Theodor Essingh im klassizistischen Stil umgebaut. Danach im Besitz seines Schwiegersohns Franz Merkens und von dessen Familie (bis 1960 Villa Merkens). 1943-1945 Ersatzquartier des Schweizer Generalkonsuls und Adenauer-Vertrauten Franz-Rudolph von Weiss, der sich bei Kriegsende 1945 tatkräftig für die Schonung der Siebengebirgsorte einsetzte. 1958 ? 2004 Sitz der zentralen Stelle der Erzdiözese Köln für ländliche Bildungsarbeit (Landvolkshochschule Egidius Schneider). Seit 2006 ist Bernd G. Siebdrat Hausbesitzer. Er unterzog die Villa einer Grundsanierung und richtete dort eine Weinhandlung mit Restaurant ein.

Ehem. Bildungshaus St. Hedwig / Mütterkurheim
Auf dem Gelände des seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Weinguts Kemenate wurde im 19. Jahrhundert ein Sanatorium errichtet, 1895 - 1922 von Dr. Eugen Euteneuer als Kur- und Heilanstalt ?Marienbad? geführt (für Kuren nach der Kneipp?schen Methode); danach Müttergenesungshaus der 1922 gegründeten ?Vereinigung für Familienhilfe?. - In der Kapelle von Haus Hedwig fanden nach der schweren Beschädigung der Rhöndorfer Pfarrkirche im März 1945 die Gemeindegottesdienste statt. Das Haus gehörte 1952-2004 mit der Villa Merkens und der Landvolkshochschule zum Katholischen Tagungszentrum Rhöndorf.

Straße: Drachenfelsstraße 4-7

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